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Elektriker Ausbildung – Job mit Zukunftsaussichten?

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In der heutigen Zeit gibt es drastische Verschiebungen auf den Arbeitsmärkten. Zum einen sorgt der demografische Wandel dafür, dass die kleinen Unternehmen im Handwerk Schwierigkeiten damit haben ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Zum anderen gibt es immer mehr junge Leute, die lieber ein Studium absolvieren als eine Ausbildung. Das Handwerk hat keinen guten Ruf, denn viele assoziieren damit harte Arbeit und geringe Aufstiegschancen.

Hinzu kommt, dass auch im Bereich Ausbildung bestimmte Fachrichtungen beliebter sind als andere. Berufe, die mit digitalen Technologien zu tun haben, werden eindeutig bevorzugt. Offenbar scheinen die jungen Leute davon auszugehen, dass ihre Zukunftsaussichten besser sind, wenn sie in einem solchen Bereich arbeiten.

Dennoch gibt es immer noch traditionelle Berufe mit Ausbildung, die ebenfalls gute Chancen haben in der Zukunft Sicherheit und ein gutes Gehalt zu bieten. Dazu gehört der Job als Elektriker bzw. als Elektroniker. Wir stellen diese Berufsgruppe näher vor.

Wo wird ein Elektriker oder Elektroniker eingesetzt?

Überall wo Roboter, Maschinen und Elektrik involviert sind, können Elektriker oder Elektroniker tätig sein. Sie installieren, überprüfen und beheben Fehler von Maschinen, egal in welchem Bereich. Typische Einsatzgebiete finden sich in der: Automatisierungstechnik, Betriebstechnik, Antriebstechnike, Telekommunikationstechnik, Energie-Technik oder Gebäudetechnik. Im Grunde spielt die Branche gar keine Rolle. Überall wo Elektro-Komponenten in ein System verbaut sind, kommt ein Elektroniker zum Einsatz. Fast jeder Betrieb kann also ein Kunde sein.

Wie wird man Elektriker oder Elektroniker?

Bei der Elektroniker Ausbildung bzw. Elektriker Ausbildung handelt sich um einen Ausbildungsberuf. Notwendig ist üblicherweise ein Hauptschulabschluss, ein Realschulabschluss oder höher. Die Berufsausbildung ist nicht schulisch, sondern findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Die Dauer beträgt üblicherweise 3,5 Jahre.

Innerhalb der Berufsgruppe gibt es Möglichkeiten sich zu spezialisieren. Zum Beispiel als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik – und einige weitere mehr.

Welches Gehalt verdient man in diesem Beruf?

Hier eine kleine Übersicht, mit welchen Bezügen die Auszubildenden rechnen können:

Erstes Ausbildungsjahr: 640 €
Im zweiten Ausbildungsjahr: 690 €
Im dritten Jahr: 810 €

Nach dem Abschluss sehen die Jobaussichten sehr gut aus. In einem technisch hoch gerüsteten Land wie Deutschland, gibt es immer wieder elektrische Anlagen und Infrastruktursysteme, die gewartet, repariert oder ersetzt werden müssen. Zudem weitet sich die Elektrotechnik mittlerweile in sämtliche Bereiche des Lebens aus. Kaum irgendwo gibt es noch ein Gerät, welches nicht mit Chips, Stromkreisen und sonstigen Komponenten versehen ist.

Auch die Gehaltsaussichten können sich durchaus sehen lassen, lassen sich nur etwas schwer verallgemeinern. Denn je nach Einsatzgebiet, Verantwortung, Branche oder Region, sehen diese unterschiedlich aus. Aber als ungefährer Anhaltspunkt dient ein Blick in Durchschnittswerte. Am Anfang der Laufbahn verdienen Elektriker circa 1.600-2.000 Euro pro Monat. Kleinere Abweichungen nach oben oder unten sind natürlich möglich. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kann sich das zu einem Betrag von ungefähr 2.500-2.700 Euro Netto steigern.

Damit ist das Ende der Fahnenstange jedoch nicht erreicht. Die Ausbildung bietet die Chance sich durch eine bestimmte Spezialisierung in einer gut bezahlten Nische zu positionieren. Zudem die Möglichkeit für eine Reihe von Fortbildungen, mit denen man sein Einkommen steigern oder sich als Unternehmer selbständig machen kann. Zum Beispiel mit Hilfe der Meisterprüfung.

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