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Elemente einer Schlaftherapie und was diese bewirken kann

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Schlafen wie ein Baby – das klingt so einfach. Mutter Natur hat uns diese Fähigkeit direkt in die Wiege gelegt. Kinder legen sich hin und schlafen ein. Was gibt es natürlicheres und einfacheres auf der Welt. Doch so leicht ist das nicht. Ungefähr ein Drittel der Erwachsenen Deutschen berichten von sich selbst, dass sie nur mittelmäßig bis schlecht schlafen. Woran kann das liegen? Und was kann man dagegen tun?

Welche Schlafprobleme gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Unterschiede, auf die man achten muss:

Zum einen gibt es Probleme, die dann entstehen, wenn jemand versucht einzuschlafen. In diesem Fall liegen die Betroffenen lange Zeit wach und finden keinen Schlaf.

Zum anderen gibt es die Probleme, bei denen Menschen zwar schlafen, sie aber das Gefühl haben, dass eine Erholung nicht eingetreten ist. Oder, weil sie immer wieder aus dem Schlafzustand aufwachen.

Wie kann eine Schlaftherapie helfen?

In den Fällen, wo die Probleme erst nach dem Einschlafen beginnen, liegen häufig körperliche Ursachen vor. Die am weitesten verbreitete davon ist die obstruktive Schlafapnoe. Mit einer Verengung der Atemwege löst sie massive Ausschüttungen von Stresshormonen aus, um sich vor der Erstickung zu retten. Nach dem Aufwachen fühlen sich Betroffene noch müder als vorher, zudem steigt ihr Blutdruck auf Dauer an. Ähnlich verhält es sich bei Problemen mit dem Blutzucker. Sie verursacht nächtlichen Harndrang, was die Schlafqualität massiv verschlechtert. Bei all diesen Problemen helfen entsprechende medizinische Behandlungen. Eine Schlaftherapie wäre nicht die Lösung.

Probleme beim Einschlagen dagegen sind in der Tendenz eher seelischer Natur. Die Patienten liegen nachts im Bett wach, weil sie intensiv den Gedankengängen folgen. Ursachen hierfür sind zum einen Stress, eine Überempfindlichkeit gegenüber den täglichen Impressionen, Depressionen und noch einige mehr.

Bei einer Schlaftherapie wird daher mit der Suche nach den Ursachen begonnen. Neben der Einleitung von therapeutischen Maßnahmen werden alle möglichen körperlichen Ursachen ausgeschlossen. Ziel ist es den Menschen Mittel und Wege aufzuzeigen, die es ihnen erleichtern nachts einzuschlafen.

Welche Maßnahmen werden in der Schlaftherapie genutzt?

Damit schnelle Erfolge erzielt werden, gibt es die Möglichkeit leichte Medikamente zu verschreiben. Keine starken Psychopharmaka. Eher welche, die leicht stimmungsaufhellend wirken und das ewige Gedankenkarussell zum Erliegen kommen lassen.

Hilfreich ist es einige Gewohnheiten umzustellen. Zum Beispiel jegliche Art von blauem Licht aus dem Schlafzimmer zu entfernen. Kein Fernsehen, kein Handy – zwei Stunden vor dem Zubettgehen. Somit fängt das Gehirn früher mit der Melatonin Ausschüttung an, was zu einer schnelleren Ermüdung führt.

Mediziner empfehlen zudem Anwendungen mit kaltem Wasser am Abend zu tätigen. Auf diesem Wege wird dem Körper überschüssige Energie entzogen. Resultat ist ein erhöhtes Müdigkeitsgefühl, welches die Gedanken ebenfalls schnell zur Ruhe kommen lässt.

Langfristig ist es aber das Ziel das Gehirn umzukonditionieren. Hierbei sind vor allem Entspannungstechniken hilfreich. Dazu gehören Meditation, autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga usw. Sie alle haben traditionell den Zweck zu erreichen, dass der Geist aufhört hin und her zu hüpfen. Beunruhigende Gedanken werden so bereits beim Entstehen zurückgedrängt und gar nicht erst weiter fortgeführt.

Empfehlenswert ist es eine psychotherapeutische Behandlung auszuprobieren. Kreisende, negative Gedanken sind ein Symptom der Depression. Auslöser sind in der Regel innere Konflikte, die sich aus der Vergangenheit speisen.

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